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Ende der Unterschriftenaktion für "Bezahlbaren Wohnraum"

16.02.2019

                                    Bezahlbarer Wohnraum

 

Insgesamt 39311 Bürgerinnen und Bürger haben ihre Stimme abgegeben und haben dadurch ein Ausrufezeichen für mehr Anstrengungen beim sozialen Wohnungsbau gesetzt. Die Menschen unterstützen damit die Forderung von Mieterbund und Sozialverband Schleswig-Holstein auf das Recht auf bezahlbaren Wohnraum . Die beeindruckende Zahl von fast 40000 Unterschriften zeigt, auf welch große Zustimmung diese Volksinitiative in der schleswig-holsteinischen Bevölkerung gestoßen ist,  sagte die Landesvorsitzende des SoVD Schleswig-Holstein, Frau Jutta Kühl. Die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum ist ein drängendes Problem in der heutigen Zeit. Wohnen ist zum Armutsrisiko geworden und wenn dieser Entwicklung nicht energisch entgegen gesteuert wird und der soziale Sprengstoff der Wohnungsnot nicht entschärft wird, wird der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft noch brüchiger.

Die Unterschriftenlisten wurden mit einem Radlader zum Landeshaus gebracht. Der Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landtags, Herr Klaus Schlie, zeigte großen Respekt vor der Leistung von Mieterbund und Sozialverband und kündigte eine angemessene Prüfung an.

Jochen Kiersch vom Miterbund erklärte, dass die Probleme am Wohnungsmarkt hausgemacht sind. Nach dem Beschluss über die Aufhebung der Wohnungsgemeinnützigkeit durch den Deutschen Bundestag hat auch der Schleswig-Holsteinische Landtag die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft verkauft und 20000 Sozialwohnungen vorzeitig aus den Bindungen entlassen. Profitiert davon haben in erster Linie die internationalen Finanzkonzerne. Auch die Bevorratung mit Bauflächen und der Neubau von Mietwohnungen wurden von der Landesregierung vernachlässigt. Deswegen gehört der Anspruch auf eine angemessene Wohnung in die Landesverfassung, damit Politikerinnen und Politiker angehalten werden, langfristig zu denken, wenn es um Wohnungen, und damit um den Lebensmittelpunkt der Menschen geht, so Kiersch weiter.