Newsletter
 
 
 
Besucher:  28849
 
Link verschicken   Druckansicht öffnen
 

Vorsicht Trickbetrüger

03.02.2021

Immer wieder geben sich Trickbetrüger als Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung aus. Unter verschiedenen Vorwänden versuchen sie, vor allem ältere Menschen dazu zu bringen, persönliche Daten preiszugeben oder ihnen Geld zu überweisen. Seien Sie deshalb vorsichtig bei Anfragen am Telefon, bei unklaren Schriftstücken oder E-Mails und auch bei direkten Besuchen an der Haustür. Ältere Menschen verfügen über große Lebenserfahrung. Sie sind dadurch oft vorsichtiger und misstrauischer als Jüngere und können sich so schon vor vielen Gefahren schützen. Im Bereich Betrug und Trickdiebstahl allerdings ist gerade die ältere Generation die bevorzugte Zielgruppe der Kriminellen. Am Telefon, per Brief oder direkt an der Haustür wenden sie ihre Tricks an, um an das Geld, die Daten oder die Wertgegenstände ihrer Opfer zu kommen. Sie gehen dabei sehr fantasievoll und meist freundlich und höflich vor. Immer häufiger geben sich die Betrüger auch als Mitarbeiter der Renten-

versicherung aus. Leichtes Spiel haben die Täter oft, wenn sie mit dem Opfer allein sind. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Am Telefon geben  die Betrüger dann an, Mitarbeiter oder Anwälte der Rentenversicherung zu sein. Sie erklären Ihnen, man müsste schnell einen Geldbetrag auf ein bestimmtes Konto überweisen, ansonsten würde die Rente gekürzt oder gepfändet. Manchmal behaupten sie auch, die Rente sei überzahlt und müsse nun zurückgezahlt werden. Oder auch der Anrufer erklärt, dass erst nach sofortiger Leistung einer „Ablösegebühr“ eine Rentennachzahlung ausgezahlt werden könne. Eine Kontoverbindung für die Überweisung wird Ihnen gleich mitgeteilt. Bitte beachten Sie: Die Deutsche Rentenversicherung fordert Sie niemals am Telefon zu einer Zahlung auf. Dies geschieht immer schriftlich. Auch die angezeigte Telefonnummer im Display Ist manipuliert. Rufen Sie niemals diese Nummer zurück um sich nach der Richtigkeit der Forderung zu erkundigen. Verwenden Sie dafür die kostenlose Servicetelefon-Nummer 0800 1000 4800.

Auch versuchen die Täter persönliche Daten von Versicherten und Rentnern auszuspähen. So fragen sie z.B. Kontendaten ab, weil angeblich ein Computer ausgefallen ist oder weil zuviel gezahlte Rentenbeiträge zurücküberwiesen werden sollen. Persönliche Daten wie Bankverbindung werden immer schriftlich von der Rentenversicherung angefordert. Auch werden manchmal diesen Telefonaten Briefe vorausgeschickt. Sie sehen täuschend echt aus und sind sogar mit dem Logo der Rentenversicherung ausgestattet. Der Empfänger dieses Briefes soll nun eine in diesem Schreiben genannte Telefonnummer anrufen. Tun Sie es nicht. Es wird Ihnen die Sachlage bestätigt und Sie bekommen eine Kontoverbindung genannt, auf die der „ausstehende Betrag“ überwiesen werden soll. Vorsichtig sollten Sie auch sein, wenn in dem Schreiben keine Rentenver-sicherungsnummer angegeben ist. Auch wenn jemand an der Haustür klingelt und sich als Mitarbeiter der Renten-versicherung ausgibt sollten Sie vorsichtig sein. Sie erklären z.B. die Renteninformation sei falsch und müsse berichtigt werden. Es ist nur ein Vorwand, um in Ihre Wohnung zu kommen. Andere Betrüger legen Ihnen einen Vordruck vor, der angeblich für die Rentenanpassung benötigt wird und den Sie bisher nicht an die Renten-versicherung zurückgeschickt haben. Gemeinsam mit Ihnen trägt der Betrüger dann Ihre persönlichen Daten und die Bankverbindung ein und lässt Sie das Formular unterschreiben. Bitte denken Sie daran:  Weder bei den Anrufern noch bei den Besuchern handelt es sich um Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung. Die einzigen Mitarbeiter der Renten-

versicherung, die Sie zu Hause besuchen , sind die Versicherungsberater der Rentenversicherung. Aber auch nur dann, wenn Sie mit diesem einen Termin vereinbart haben. Und auch diese Berater haben einen Mitarbeiterausweis dabei. Auch werden von den Betrügern E-Mails im Namen der Rentenversicherung verschickt. Darin werden Sie dann aufgefordert, Anhänge oder Links zu öffnen. Im Anschreiben steht dann z.B., dass dies aus Sicherheits-gründen notwendig ist, oder es gebe eine gesetzliche Vorgabe. Tun Sie es nicht. Die Betrüger wollen nur Ihre persönlichen Daten stehlen oder Ihren Computer mit Viren infizieren. Der Fantasie der Diebe und Betrüger sind keine Grenzen gesetzt. Immer wieder lassen sie sich neue Tricks einfallen.

Es sind dies z. B. falsche Gewinnversprechen oder der beliebte „Enkeltrick“. Werden Sie hellhörig, wenn man Ihnen am Telefon einen Gewinn verspricht. Die Gewinnausschüttung ist allerdings an vorherige Kosten gebunden. Um den Gewinn zu erhalten sollen Sie vorher Gebühren, Steuern oder sonstige Zahlungen leisten.  Finger weg. Auch bei dem „Enkeltrick“ beginnt das Ratespiel am Telefon mit der Frage: Rate mal, wer dran ist. Wenn Sie nun den Namen Ihres Enkels oder Ihrer Enkelin nennen, gibt der Anrufer sich ab jetzt als diese Person aus. Er erklärt nun seine Notlage und das er unbedingt sofort eine größere Summe Geld benötigt. Leider kann er nicht selbst kommen und das Geld abholen. Er schickt aber einen sehr guten Freund. Gehen Sie nicht darauf ein. Rufen Sie Ihren Enkel oder Ihre Enkelin unter  der Ihnen bekannten Telefonnummer an und vergewissern Sie sich. Auch melden sich häufig falsche Polizisten am Telefon und erkundigen sich nach Ihren Wertsachen. Geben Sie keine Auskunft. Weder am Telefon noch an der Haustür. Im Display Ihres Telefons wird manchmal die Telefonnummer 110 angezeigt. Unter dieser Notrufnummer können Sie niemals angerufen werden. Nur Sie selbst können dort anrufen. Sollten Sie solche Anrufe erhalten, wenden Sie sich umgehend an die richtige Polizei. Entweder die ortsansässige Dienststelle oder Sie wählen die Rufnummer 110.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und seien Sie wachsam. Beenden Sie umgehend das Gespräch und informieren Sie Ihre Verwandten oder Ihren Nachbarn oder evtl. auch die Mitarbeiter* Innen Ihres Pflegedienstes. Auch gibt es Täter, die Rückschlüsse über alt klingende Vornamen Ihres potentiellen Opfer ziehen. Notfalls lassen Sie nur Ihren Nachnamen ins Telefonbuch eintragen.

Auch könnten Sie überlegen, ob nicht auch auf dem Klingelschild nur Ihr Nachname ausreicht. Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Auch keine unange-kündigten Handwerker oder Mitarbeiter von Behörden. Lassen Sie diese Personen vor der Tür warten und halten Sie Rückfrage beim jeweiligen  Amt oder bei der Hausverwaltung. Sollten Sie trotz aller Vorsicht Opfer einer Straftat geworden sein, verständigen Sie unbedingt die Polizei.

Momentan wird auch die Corona-Pandemie für solche Anrufe genutzt. Die Verwandten haben sich z. B. mit Corona angesteckt und benötigen dringend den Impfstoff. Ansonsten würden sie sterben.

Beenden Sie umgehend das Gespräch und legen auf.

Bitte beachten Sie: Auch wenn Sie nicht auf den Trick hereingefallen sind, melden Sie den Vorfall der Polizei. Möglicherweise können so weitere Straftaten verhindert werden.

 

           Passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund